Klinkel: "Wir brauchen das Krankenhaus"

 Abgeordnete Klinkel lud zur Informationsveranstaltung zum Ingelheimer Krankenhaus

 

Ingelheim.  "Ich war und ich bin der Auffassung, dass wir ein Krankenhaus in Ingelheim brauchen", ist die Landtagsabgeordnete Nina Klinkel (SPD) überzeugt.

Das Krankenhaus Ingelheim, das vormals zum diakonischen Gesundheitskonzern Agaplesion gehörte, war am 01. November nach einem knapp zweijährigen Prozess in die Trägerschaft der Universitätsmedizin Mainz gegangen. "Die letzten zwei Jahre waren kritisch und schwierig", resümiert Klinkel. "Eine ganze Abteilung musste geschlossen werden und immer weniger Mitarbeiter mussten die Versorgung der Patienten vor Ort stemmen. Die Qualität der Versorgung war gleichbleibend gut, aber der Ruf litt. Jetzt müssen wir auch dafür sorgen, dass die Menschen wissen, was das Krankenhaus ihnen im Fall der Fälle zu bieten hat". 

Daher lud Klinkel den Vorstandsvorsitzenden und medizinischen Vorstand der Universitätsmedizin, Prof. Dr. Pfeiffer, und den Oberbürgermeister der Stadt Ingelheim, Ralf Claus, zur Informationsveranstaltung ein. 

 

"Ja, das Krankenhaus ist gut für Ingelheim, aber die Unimedizin braucht es auch", erläuterte Prof. Dr. Pfeiffer zunächst die Motivation zur Übernahme der Trägerschaft. Der Ingelheimer Standort soll die Grund- und Regelversorgung abdecken. Vor allem der Aufbau der Fachrichtung "Innere Medizin" sei notwendig. Natürlich diene das Krankenhaus zudem auch weiter der Aufnahme von Notfällen. 

Die Unimedizin erhofft sich hiervon auch eine Entlastung des Mainzer Standortes. Im Jahr 2016 seien über 1.700 Patienten aus Ingelheim und der näheren Umgebung in der Mainzer Uniklinik im Rahmen der Grund- und Regelversorgung betreut worden. "Die gleiche medizinische Betreuung können wir künftig auch in Ingelheim gewährleisten", so Prof. Dr. Pfeiffer. Im Hinblick auf die geplante Personalentwicklung bestätigte Prof. Dr. Pfeiffer die Übernahme aller Mitarbeiter. Weitere Vollzeitstellen seien geplant. Man freue sich auf den neuen Standort, der 2019 schließlich im Regelbetrieb laufen solle.

Man wolle zudem die Kompetenz von lokalen Kooperationsärzten nutzen. "Wir freuen uns auf jeden, der mit uns an diesem schönen Standort zusammenarbeiten möchte", so Pfeiffer. "Das Krankenhaus gehört zu Ingelheim. Es war Zeit, dass wir als Stadt auch wieder mehr Verantwortung hierfür übernehmen", erläuterte Ralf Claus. Die Stadt stelle daher auch Haushaltsmittel zur Verfügung. "Wir haben im Stadtrat einstimmig hierzu den Beschluss gefasst", berichtet Claus. 

Auch das Publikum bekam die Möglichkeit, Fragen zu stellen, äußerte aber auch Anregungen, wie einen "Tag der offenen Tür" zu veranstalten. "Es ist wichtig", so eine Besucherin, "dass wir darüber sprechen, wie gut das Krankenhaus aufgestellt ist. Wir müssen werben, dass man in Ingelheim gut versorgt wird". 

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