„Wir brauchen zwei neue weiterführende Schulen im Landkreis“, erklärt Sebastian Hamann, SPD
Fraktionsvorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion. „Die 10 Klassen in der Jahrgangsstufe 5 am
Gymnasium Nieder-Olm, 8 Klassen am Gymnasium Ingelheim und insgesamt 12 Klassen in
Bingen (7 Stefan-George-Gymnasium und 5 Hildegardisschule) zeigen, dass wir dringend eine
Entlastung der Gymnasien brauchen“. So besuchten im aktuellen Schuljahr rund 200
Schülerinnen und Schüler mehr ein Gymnasium im Landkreis als im vergangenen Schuljahr.
„Zudem ist ein klarer Elternwille in Richtung Integrierte Gesamtschulen (IGS) festzustellen“,
ergänzt die Landtagsabgeordnete Nina Klinkel (SPD). So ständen bei den 4 Integrierten
Gesamtschulen im Landkreis rund 450 Plätze zur Verfügung. Dem stehen Anmeldezahlen von
über 800 Schülerinnen und Schülern gegenüber. „Fast eine doppelt so große Nachfrage“, betont
Klinkel. Abgelehnte Schülerinnen und Schüler fänden dann meistens den Weg in die überfüllten
Gymnasien.
Eine IGS in der Mitte des Landkreises, etwa in Stadecken-Elsheim und ein Gymnasium im
Norden, etwa in Gau-Algesheim, halten Klinkel und Hamann daher für einen guten
Diskussionsvorschlag. Ziel sei dabei eine spürbare Entlastung der Gymnasien und ein größeres
Angebot an IGS-Plätzen. „Wir wollen nicht der Landkreis mit den größten Gymnasien sein, wir
brauchen Schulen, die pädagogisch wertvoll arbeiten können“, betonen Klinkel und Hamann. Die
Forderung einer Petition, die über 2250 Menschen aus dem Landkreis zeichneten und die eine
weitere IGS und ein weiteres Gymnasium fordert, unterstützen sie.
„Wir sind gespannt auf den Schulentwicklungsplan und werden den Prozess auch mit
Gesprächen mit dem Bildungsministerium eng begleiten“, so Klinkel und Hamann abschließend.